Dezember 2019

Dezember

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Maria gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
Lukas 2,6-7

Die schneebedeckte Holzhütte auf der Vorderseite ist Teil des Heimatmuseums Gosau, im österreichischen Salzkammergut. Das Museum ermöglicht einen Blick in das Leben und die Gewohnheiten der damaligen Zeit. – Auch wenn die Umstände zur Zeit Jesu anders waren, bietet uns der biblische Bericht einen ebensolchen Einblick in die Ereignisse, dieser ersten „Heiligen Nacht“. Die Verse aus dem zweiten Kapitel des Lukas-Evangeliums gehören wahrscheinlich zu den meistgelesenen Sätzen der Menschheitsgeschichte. Sie sprechen davon, wie der Heiland der Welt auf die Erde kam und niemand Platz hatte, ihn aufzunehmen. So wurde Jesus in einem einfachen Stall geboren und in eine Futterkrippe gelegt. Zweitausend Jahre später, wenn in wenigen Tagen wieder der Geburt des „Kindes in der Krippe“ gedacht wird, ist es nicht viel anders. Auch heute gibt es in unserer Gesellschaft keinen Platz für den Heiland der Welt. Nicht die Herbergen sind überfüllt, sondern unsere Herzen. Zu sehr ist man von den Beschäftigungen des Lebens abgelenkt, um Zeit und Raum zu finden, sich ernsthaft mit dem Sohn Gottes zu befassen, der in jener Krippe geboren wurde. Aber Jesus wurde nicht Mensch, um unsere Weihnachtskrippen zu schmücken. Jesus kam in die Welt, weil nur er die Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch wiederherstellen konnte. Dafür gab er am Kreuz von Golgatha sein Leben. Das vollkommene Lösegeld für meine und Ihre Schuld. So stellt sich, am Ende dieses Jahres, die Frage, wie wir auf das Klopfen an der Tür unseres Herzens reagieren? Bleibt unsere Tür verschlossen, weil wir keinen Platz für den Heiland der Welt haben, oder öffnen wir unser Herz und nehmen dieses größte Geschenk mit Dankbarkeit und Freude an?