Januar 2019

Januar

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In Gottes Hand sind die Tiefen der Erde, und auch die höchsten Berge sind sein.
Psalm 95,4

Unser erstes Monatsbild in diesem neuen Jahr, zeigt die Bergkette Vesturhorn, auf der Halbinsel Stokksnes, im Südosten Islands. Im vergangenen Februar verbrachte ich eine Woche in dieser spektakulären Landschaft am nördlichen Polarkreis. Besonders faszinierte mich das Wechselspiel von schroffen Bergspitzen, flachen Küstengebieten und des weitläufigen Hochlands. Vesturhorn verdeutlicht diese landschaftliche Besonderheit eindrucksvoll. Sanfte, schwarze Sanddünen gehen in steil ansteigende Berghänge über und man hat das Gefühl, dass sich einem aus dem Nichts plötzlich ein unüberwindbares Hindernis in den Weg stellt. In Psalm 95 beschreibt der Verfasser die Größe Gottes, die sich ihm in der Schöpfung kundtut. Er betrachtet die höchsten Berge und die tiefsten Niederungen dieser Welt und hält fest, dass sie alle von Gott erschaffen und deshalb immer noch in seiner Hand verankert sind. – Diese Feststellung gilt, im übertragenen Sinne, auch für die Höhen und Tiefen unseres Lebens. Gerade zu Beginn eines neuen Jahres blicken wir den kommenden zwölf Monaten oftmals etwas unsicher entgegen. Vielleicht fragen wir uns, welche Hindernisse sich plötzlich auftun werden oder welche Tiefen wir durchwandern müssen? In dieser Ungewissheit dürfen wir daran festhalten, dass auch unsere Existenz in der Hand Gottes ist und daher weder die Höhen, noch die Tiefen unseres Lebens seinem Plan entgleiten können. So wollen wir, am Anfang dieses neuen Jahres, in die Worte des Psalmisten einstimmen, wenn er, ein paar Verse weiter, die Schlussfolgerung zieht: „Kommt, wir wollen ihn anbeten und uns beugen vor dem Herrn, der uns gemacht hat.“ (Psalm 95, 6)