Januar 2020

Januar

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Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Lukas 19,10

Dem Berg kommt in der Bibel eine besondere Bedeutung zu. Auf einem Berg empfing Mose die Zehn Gebote, auf einem Berg predigte Jesus seine bekannteste Botschaft und auf einem Berg hatte er sein letztes Gebet, bevor ihm der Prozess gemacht wurde. Berge sind Orte, auf denen wir symbolisch näher bei Gott sind. Der Bibelvers dieses Monats stammt aus der Geschichte des Zöllners Zachäus. Auch er wollte näher bei Gott sein. Deshalb stieg er auf einen Maulbeerbaum, um Jesus zu sehen. Als Jesus ihn dann zu sich rief und in sein Haus ging, war die Empörung unter den Menschen groß. Zöllner waren unbeliebte Zeitgenossen, sie waren oft korrupt und geldgierig. „Warum gibt sich Jesus mit so einem Menschen ab?“, fragten sie sich. Jesus kam, um die Menschen zu erlösen und er suchte aktiv die Gesellschaft derer, die seine Hilfe am nötigsten hatten. Bei Kranken, Aussätzigen und Lahmen ist es offensichtlich, dass sie der Heilung bedurften. Aber wenn die Not im Inneren liegt, bleibt sie oft unbemerkt. Bei Zachäus war es seine Geldgier, die ihn von Gott trennte. Aber er suchte die Nähe zu Jesus und Jesus fand ihn. Ihm wurde vergeben. Er änderte sich und gab zurück, was er zu viel genommen hatte. Zachäus' Beispiel macht deutlich, dass jeder zu Gott kommen kann, unabhängig davon, was andere über einen denken oder welche Art von Mensch man ist oder war. Von Jesus gefunden zu werden heißt, gerettet zu werden. Am Berg fühlen wir uns Gott näher, aber wir können jeden Gipfel dieser Welt erklimmen, ohne Gott jemals wirklich nahe zu kommen. Dies gelingt nur mit Jesus Christus, indem wir ihn einladen und uns von ihm finden lassen.