Mai 2020

Mai

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Die Unterdrückten finden Zuflucht bei Gott, in schwerer Zeit ist er für sie wie eine sichere Burg. Herr, wer dich kennt, der vertraut dir gern.
Psalm 9,10

Das Mittelalter war das Zeitalter der Burgen. Als monumentale Bauten, von denen heute meist nur mehr Ruinen geblieben sind, schützten sie die Menschen vor Feinden. Ihre dicken Mauern boten Sicherheit. Dunottar Castle, nahe Stonehaven, galt praktisch als uneinnehmbar und diente erfolgreich als Versteck der schottischen Kronjuwelen vor den einfallenden Truppen Oliver Cromwells. Der Psalmist beschreibt uns eine andere Art der Zuflucht. Gott als sichere Burg ist ein Schutz, der einen nie verlässt. Der Psalmist weiß, wovon er redet. David ist selbst durch Mühsal und Leid gegangen, aber er hatte einen entscheidenden Vorteil gegenüber seinen Widersachern: Er hatte Gott auf seiner Seite. In der Nacht, wenn Zweifel und Angst ihn heimsuchten, fand er Zuflucht in Gottes Nähe. Gottes Gegenwart schloss sich um ihn wie eine Burgmauer, die Furcht blieb draußen. So wie David sind auch wir dem Wetter und dem Sturm der Welt ausgesetzt, Ängste, Zweifel und Unsicherheiten sind unsere ständigen Begleiter. Sie aus eigener Kraft zu überwinden, ist kaum möglich und bietet oft nur eine kurze Erholung. Der Herr Jesus allerdings hat den Sturm besänftigt und bietet uns als „Burgherr“ seinen Schutz an. Burgen haben mittlerweile ihre Bedeutung verloren. Das Schießpulver machte sie obsolet. Aber die Zuflucht, die Gott bietet, bleibt für die Ewigkeit bestehen. Gott zu kennen heißt, Zugang zu einer Feste zu haben, die niemand einreißen kann. Wie sieht es mit Ihnen aus? Stehen Sie noch vor den Toren im Sturm und Wetter oder sind Sie bereits in den warmen Hallen der Burg in Sicherheit? Das Tor steht jedem offen, der eintreten will.